Der deutsche Frauenfußball hat viele Gesichter, doch kaum eines ist so eng mit der Revolution der Vereinbarkeit von Familie und Spitzensport verknüpft wie das von Almuth Schult. Wenn das Stichwort „Almuth Schult schwanger“ in den Suchmaschinen auftaucht, geht es längst nicht mehr nur um eine private Nachricht. Es geht um ein gesellschaftliches Statement, um den Kampf gegen veraltete Strukturen und um den Beweis, dass eine Frau auf Weltklasse-Niveau Bälle halten kann, während sie gleichzeitig die Herausforderungen des Mutterseins meistert. In diesem umfassenden Porträt beleuchten wir ihren Weg, ihre Schwangerschaften und ihre aktuelle Rolle im Jahr 2026.
Die Anfänge einer außergewöhnlichen Karriere
Bevor wir uns dem Thema Mutterschaft widmen, muss man verstehen, wer Almuth Schult sportlich ist. Geboren im niedersächsischen Dannenberg, wuchs sie auf einem Bauernhof im Wendland auf. Diese Herkunft hat sie geprägt: Bodenständigkeit, harte Arbeit und ein tiefes Verständnis für familiären Zusammenhalt sind die Eckpfeiler ihres Charakters. Schult entwickelte sich schnell zu einer der besten Torhüterinnen der Welt. Mit dem VfL Wolfsburg gewann sie alles, was es zu gewinnen gab: die Champions League, mehrfache Deutsche Meisterschaften und den DFB-Pokal. Auch in der Nationalmannschaft trat sie in die riesigen Fußstapfen von Nadine Angerer und wurde zur unangefochtenen Nummer eins.
Doch trotz all dieser Erfolge gab es ein Thema, das im Profifußball der Frauen lange Zeit als Tabu galt oder zumindest als das automatische Ende einer Karriere angesehen wurde: die eigene Schwangerschaft. Während männliche Profis Vater werden und meist nahtlos weiter trainieren, bedeutete eine Schwangerschaft für Frauen oft den kompletten Bruch mit dem Leistungssport. Almuth Schult war bereit, dieses Narrativ für immer zu verändern.
Die erste Zäsur: Zwillinge und das erste große Comeback
Im Jahr 2019, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, verkündete Almuth Schult ihre erste Schwangerschaft. Dass es gleich Zwillinge werden würden, machte die Herausforderung nur noch größer. Die Nachricht schlug Wellen, denn zu diesem Zeitpunkt gab es kaum Vorbilder im deutschen Fußball. Wie reagiert der Körper? Wie unterstützt der Verein? Wie sieht die Versicherungssituation aus?
Schult musste viele dieser Fragen selbst beantworten. Nach der Geburt ihrer Zwillinge im Jahr 2020 begann ein beispielloser Kampf zurück ins Tor. Sie bewies eine eiserne Disziplin. Während andere vielleicht aufgegeben hätten, stand sie Monate später wieder auf dem Trainingsplatz. Ihr Comeback beim VfL Wolfsburg und die Rückkehr in den Kader der Nationalmannschaft waren mehr als nur sportliche Siege – sie waren ein Signal an alle Spielerinnen weltweit: Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit und erst recht kein Grund, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen.
Aller guten Dinge sind drei: Das dritte Kind und der Weg in die USA
Im Jahr 2023 folgte die nächste freudige Nachricht: Almuth Schult war erneut schwanger. Dieses Mal verpasste sie aufgrund der Schwangerschaft die Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland. Doch statt sich zur Ruhe zu setzen, suchte sie nach der Geburt ihres dritten Kindes eine neue Herausforderung.
Die Reise führte sie über den Hamburger SV bis in die USA zu Kansas City Current. In der amerikanischen Profiliga (NWSL) ist man beim Thema „Mütter im Sport“ schon deutlich weiter als in Europa. Schult betonte oft, wie beeindruckt sie von den dortigen Strukturen war, die es Spielerinnen ermöglichen, ihre Kinder mit zu Reisen zu nehmen oder eine Betreuung direkt am Trainingsgelände zu haben. Diese Erfahrungen nutzte sie, um auch in Deutschland immer wieder den Finger in die Wunde zu legen und bessere Bedingungen für Profi-Mütter zu fordern.
Aktueller Stand 2026: Das vierte Kind und der Abschied vom aktiven Sport
Wir schreiben das Jahr 2026, und die Nachricht „Almuth Schult schwanger“ hat eine neue Dimension erreicht. Im Frühjahr 2025 verkündete die damals 34-Jährige ihr offizielles Karriereende. Der Grund war so schön wie konsequent: Schult erwartete ihr viertes Kind.
Nach Jahren des Pendelns zwischen den USA, Hamburg und ihrer Heimat im Wendland, nach unzähligen Trainingseinheiten und dem ständigen Spagat zwischen Windeln wechseln und Elfmeter halten, entschied sie sich, die aktive Laufbahn zu beenden. Ihr Abschied im April 2025 in Wolfsburg war hochemotional. Es war der Abschied einer Legende, die nicht nur für ihre Paraden in Erinnerung bleiben wird, sondern vor allem für ihren Mut, als Mutter voranzugehen.
Die Herausforderungen der Mutterschaft im Profifußball
Warum ist das Thema „schwanger im Sport“ eigentlich so komplex? Es sind drei Hauptebenen, die eine Athletin bewältigen muss:
- Die körperliche Ebene: Eine Schwangerschaft verändert die Statik des Körpers, die Hormone und die Belastbarkeit. Für eine Torhüterin, die auf Sprungkraft und Reflexe angewiesen ist, ist die Rückbildung ein hochsensibler Prozess.
- Die strukturelle Ebene: Lange Zeit gab es keine klaren Regelungen für Mutterschutz im Fußball. Wer zahlt das Gehalt? Darf der Vertrag gekündigt werden? Schult war maßgeblich daran beteiligt, dass die FIFA und nationale Verbände hier klare Statuten schufen.
- Die mentale Ebene: Die Doppelbelastung ist enorm. Während andere Spielerinnen nach dem Training regenerieren, wartet auf eine Mutter der Familienalltag. Schult sprach oft offen über Schlafmangel und das schlechte Gewissen, wenn sie für Länderspiele Tage lang von ihren Kindern getrennt war.
Almuth Schult als TV-Expertin und Stimme des Fußballs
Auch wenn sie 2026 nicht mehr selbst im Tor steht, ist Almuth Schult präsenter denn je. Ihre Expertise als TV-Analystin wird geschätzt, weil sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie analysiert Spiele der Männer und Frauen mit einer Sachlichkeit und Tiefe, die ihresgleichen sucht.
Dabei bleibt sie ihrer Linie treu: Sie nutzt ihre Plattform, um über die Rolle der Frau im Sport zu sprechen. Sie ist eine gefragte Rednerin, wenn es darum geht, wie Unternehmen und Sportvereine moderne Familienmodelle unterstützen können.
FAQs
Ist Almuth Schult aktuell schwanger?
Ja, laut aktuellen Berichten aus dem Jahr 2025/2026 erwartet Almuth Schult ihr viertes Kind bzw. ist bereits in der Phase der Familienerweiterung nach ihrem Karriereende. Dies war auch der ausschlaggebende Grund für ihren Rücktritt vom Profisport im April 2025.
Wie viele Kinder hat Almuth Schult?
Almuth Schult ist Mutter von Zwillingen (geboren 2020) und einem dritten Kind (geboren 2023). Mit der aktuellen Schwangerschaft, die zum Ende ihrer Karriere führte, wird sie vierfache Mutter sein.
Warum hat Almuth Schult ihre Karriere beendet?
Sie beendete ihre aktive Laufbahn im Frühjahr 2025. Als Gründe nannte sie die erneute Schwangerschaft (ihr viertes Kind) und den Wunsch, mehr Zeit für ihre Familie in ihrer Heimatregion, dem Wendland, zu haben. Zudem hatte sie sportlich bereits alle großen Ziele erreicht.
Wo hat Almuth Schult zuletzt gespielt?
Ihre letzte Station auf höchstem Niveau war der US-Club Kansas City Current. Zuvor war sie kurzzeitig beim Hamburger SV aktiv, um nach ihrer dritten Schwangerschaft wieder Spielpraxis zu sammeln. Den Großteil ihrer Erfolge feierte sie jedoch beim VfL Wolfsburg.
Was macht Almuth Schult heute?
Neben ihrer Rolle als vierfache Mutter ist sie eine der profiliertesten TV-Expertinnen im deutschen Fernsehen (unter anderem für die ARD). Sie engagiert sich zudem für die Rechte von Fußballerinnen und für bessere Strukturen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Fazit
Die Geschichte von Almuth Schult und ihren Schwangerschaften ist eine Geschichte von Widerstandskraft und Fortschritt. Sie hat gezeigt, dass man nicht zwischen einer Weltkarriere und dem Wunsch nach Kindern wählen muss – auch wenn der Weg steinig ist.
Wenn man heute in die Stadien blickt und sieht, wie Kinder nach dem Spiel zu ihren Müttern auf den Rasen laufen, dann ist das ein Anblick, der ohne Pionierinnen wie Almuth Schult so nicht möglich wäre. Sie hat die Grenzen des Machbaren verschoben und bleibt auch nach ihrem Karriereende ein Vorbild für eine ganze Generation von Sportlerinnen. Almuth Schult hat den Kasten sauber gehalten – für ihre Mannschaft und für die Zukunft aller Mütter im Sport.

